Bericht Neue Presse vom 6.9.2025

Julia Sand im Gespräch mit "Billy" Ariunaa und RoIand Manert

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Das Warten hat ein Ende, der Weg war lang – aber jetzt ist es offiziell: Der Kulturclub Kronach, kurz KCKC, darf aufmachen. Am 27. September wird die „Shanghai Tiger Lounge“ mit Live-Musik, DJ und ordentlich Vorfreude offiziell eröffnet. 

Was 2022 mit der Suche nach einem Atelier begann, hat sich inzwischen zu einem echten Hoffnungsträger für die Kulturszene der Region entwickelt.„Wir wollten eigentlich nur malen“, erklärte Mitgründer und Vorsitzender Michael Jungkunz einst gegenüber unserer Redaktion. Doch aus dem ehemaligen China-Restaurant über dem Tedi-Markt ist längst viel mehr geworden: Bar, Bühne, Atelier, Werkstatt, Tonstudio – und ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, die sonst vielleicht nie dieselbe Tür durchquert hätten. Jetzt ist alles „safe“ „Wir haben alle Genehmigungen durch“, freut sich RoIand Manert, Schatzmeister und Gründungsmitglied. Und das klingt einfacher, als es war. Denn aus einem ehemaligen Restaurant eine genehmigte Versammlungsstätte für bis zu 200 Gäste zu machen, bedeutet: Brandschutz, Elektronik, Nutzungsänderung, Bauanzeigen, Verein gründen, Konzepte schreiben. „Wir dachten zuerst, das wird eine kleine Erweiterung – war es dann eher nicht“, sagt er trocken. Dass es nun endlich so weit ist, spürt man in jedem Satz. 

Es liegt Erleichterung in der Luft – und eine gehörige Portion Tatendrang. Freitags Bar, samstags Mottofeiern. Denn der Plan steht: Freitags gibt’s ab jetzt regelmäßig Barbetrieb mit DJ-Sessions, offen für alle – Eintritt frei. Samstags wird’s dann abwechslungsreich: Konzerte, Themenabende, Mottopartys. „Wir haben in den vergangenen Monaten viele Ideen getestet“, erzählt Bilguun „Billi“ Ariunaa, der sich vor allem um die Bar, aber auch um Personal, Organisation und Einkauf kümmert. „Jetzt wollen wir das Ganze strukturiert und professionell aufziehen.“

Die Gäste erwartet dabei ein Programm, das genauso vielfältig ist wie das Team selbst. Von Lesungen bis Karaoke, von Punk bis Jazz, von Rap bis Kunstausstellung – alles kann, nichts muss.

 „Wir wollen hochwertige Veranstaltungen bieten, die Leute aus Kronach und Umgebung nicht mehr nach Nürnberg oder Leipzig fahren lassen müssen, nur um gute Musik zu erleben“, so RoIand Manert. Stattdessen soll es heißen: Abwechslungsreiche Kultur gibt’s auch hier. Retro-Vibes und echte Begegnungen. Die „Shanghai Tiger Lounge“ lebt dabei nicht nur von Veranstaltungen, sondern auch von einem ganz eigenen Charme. Zwischen Vintage-Sesseln und handgebauter Theke vergisst man schnell die Außenwelt – und oft auch sein Handy, wie Schriftführerin und Organisationstalent Marie-Sophie Zipfel beobachtet. „Die Leute kommen rein, lassen sich ein auf Gespräche, Kunst, neue Eindrücke – das ist heute nicht selbstverständlich“, stellte sie bereits vor wenigen Wochen fest. Dass das Konzept funktioniert, zeigt sich auch daran, wie viele Helfer längst fester Teil der Crew geworden sind. Mehr als 40 Menschen verschiedensten Alters engagieren sich regelmäßig, vom Vorstand bis zur Barhilfe, viele davon Künstlerinnen, Musiker, Studierende oder einfach Kronacher, die Lust haben, etwas zu bewegen. „Wir geben jedem eine Chance, der sich einbringen will“, sagt Bilguun Ariunaa. „Und die meisten bleiben auch.“ Vom Insider-Tipp zur festen Größe? Schon vor der offiziellen Eröffnung war der KCKC mehr als ein Geheimtipp. Bei internen Veranstaltungen, Lesungen oder dem Skatecontest im Landesgartenschau-Park wurde klar: Das Interesse ist da. Nicht selten seien Gäste nach einem Abend spontan Vereinsmitglied geworden – manche zahlten sogar freiwillig mehr als den Mindestbeitrag von fünf Euro im Monat. „Das hätten wir uns nie erträumt“, sagt Roland Manert.

Und es geht weiter. Mit der LCC-Kunst-Community, dem Kunstverein, dem Jugend- und Kulturtreff „Struwwelpeter“, einer Tanzschule und anderen Kooperationspartnern sind schon jetzt gemeinsame Projekte in Planung. Auch unter der Woche soll es künftig mehr Angebote geben – Kurse, Workshops, Kunstaktionen. Die Räume sind da. Die Ideen auch. Kein Club wie jeder andere „Wir wollten keinen klassischen Club, sondern einen Ort mit Seele“, sagte Michael Jungkunz bereits vor einem knappen Jahr, als die offizielle Eröffnung noch in weiter Ferne lag. Dass die ehemalige „Drecksbude“, wie er das alte Restaurant damals nannte, nun ein Treffpunkt für Kreative, Musikliebhaber und Neugierige geworden ist, ist vor allem dem Mut, der anfänglichen Naivität und letztlich der Hartnäckigkeit des Teams zu verdanken. Und jetzt? Jetzt wird’s ernst. Aber nicht zu ernst. Denn was bleibt, ist die Grundidee: gute Musik, gute Menschen, gute Laune.

Infokasten: Alle Infos zum KCKC, Mitgliedsanträge, Fotos sowie das aktuelle Programm finden sich im Internet unter www.kc-kc.de

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